Forensisches Institut Zürich

FOR-AI

Authentifizierung/Identifizierung

Personenidentifizierende Merkmale erfassen und überprüfen

Jeder Mensch ist einzigartig. Im Fachbereich Authentifizierung/Identifizierung werden Merkmale wie das Aussehen, die Handschrift oder die Stimme nach forensischer Methodik verglichen.

Aufgabengebiete der Fachgruppen

Im Rahmen der rechtlichen Vorgaben erfasst der Erkennungsdienst mit geeigneten und standardisierten Mitteln das Signalement und erstellt Fotografien von Arrestanten. Dazu gehören die elektronische Abnahme von Fingerabdrücken und – je nach Delikt – die Abnahme von Speichelproben für die Erstellung eines DNA-Profils. Diese Angaben bilden die Grundlage für eine eindeutige Identifizierung von Personen und die Beweisführung.

Gesäuberte Blutspuren dank Chemie und Bildtechnik sichtbar machen, 3D-Scanning von Tatorten und Ereignisorten oder Makroaufnahmen von Spuren im Fotoatelier: Die Fachgruppe Bildforensik ist zuständig für technisch anspruchsvolle Bildgebungsverfahren und steht den anderen Fachgruppen für Spezialaufnahmen zur Verfügung. Weiter dienen Bild- und Filmaufnahmen von Überwachungskameras und anderen Aufnahmegeräten der visuellen Personenidentifizierung und Täterhöhenbestimmung. Biometrische Bildvermessungen und 3D-Daten unterstützen den forensischen Vergleich, ersetzen das geschulte Auge der Experten jedoch nicht.

Die Schrift als personenidentifizierendes Merkmal: Der forensische Schriftvergleich hat zum Ziel, die Echtheit von Unterschriften und die Urheberschaft von handschriftlichen Texten zu klären. Die Fachgruppe Handschriften nimmt sich dieser Fragestellungen an, die trotz fortschreitender Verbreitung von elektronischen Schreibgeräten relevant bleiben. Forensische Schriftvergleichung ist klar zu trennen von der Graphologie, also der Lehre von der Handschrift als Ausdruck des Charakters eines Menschen.

Im juristischen Sinn sind Urkunden Schriften, die bestimmt und geeignet sind, eine Tatsache von rechtlicher Bedeutung zu beweisen (StGB Art. 110). Die Fachgruppe Urkunden setzt sich mit Fragen zur Echtheit und Sicherheit von Dokumenten auseinander, die drucktechnisch bzw. mit mechanisch erstellten Schriften gefertigt wurden. Im Vordergrund stehen Ausweisdokumente und ausgedruckte oder kopierte Schreiben.