Forensisches Institut Zürich

FOR-KT

Kriminaltechnik

Die Klassiker der Kriminaltechnik

Der Fachbereich Kriminaltechnik befasst sich mit den spurenkundlichen Klassikern.

Aufgabengebiete der Fachgruppen

Fingerabdrücke sind DIE Klassiker unter den kriminalistischen Spuren. Die Fachgruppe Daktyloskopie identifiziert anhand von sichtbar gemachten Papillarlinien die Person, die einen Fingerabdruck hinterlassen hat.

Die Fachgruppe Technische Formspuren befasst sich hauptsächlich mit Schuhspuren und Werkzeugspuren. Anhand kleinster Sohlenfragmente kann im besten Fall der spurenverursachende Schuh identifiziert werden. Werden Schraubenzieher, Geissfüsse und Rollgabelschlüssen zweckentfremdet eingesetzt, werden die hinterlassenen Eindruck- und Schartenspuren untersucht. Anhand der Spuren kann auf einen Werkzeugtyp oder allenfalls auf ein bestimmtes Werkzeug geschlossen werden.

Textilfasern können beim Kontakt zwischen Personen oder zwischen Personen und Gegenständen (z.B. Sofa) übertragen werden. Geht Glas zu Bruch, wird die unmittelbare Umgebung durch eine Vielzahl von kleinsten Glassplittern eingedeckt. Biologisches Spurenmaterial kann sichtbar (z.B. Blut) oder für das menschliche Auge unsichtbar sein (z.B. Hautschuppen). Die Fachgruppe Mikrospuren & Biologische Spuren ist spezialisiert auf die Auswertung dieser Spuren, die weit mehr umfasst als die DNA-Profile.

Biologisches Spurenmaterial, aus dem sich durch das Institut für Rechtsmedizin ein DNA-Profil erstellen lässt, hat die kriminalistische Arbeit revolutioniert. Die Fachgruppe DNA-Triage stellt sicher, dass die wertvollen Resultate korrekt und zeitnah an die interessierten Polizeistellen und Untersuchungsbehörden weitergeleitet werden.

Spuren an verschossenen Hülsen und Projektilen werden durch die Fachgruppe Schusswaffen mit Vergleichsschüssen aus sichergestellten Waffen abgeglichen. Weiter können mit chemischen Methoden Schussrückstände – sogenannte Schmauchspuren – an Körperteilen oder Textilien nachgewiesen werden. Zusammen mit den Erkenntnissen aus der Schussrekonstruktion ergibt sich das Gesamtbild eines Tatablaufs.

Im Auftrag der Schweizerischen Polizeikommandanten-Konferenz (KKPKS) betreibt das FOR ausserdem die Auswerte-Zentrale für den nationalen und internationalen Abgleich offener Schusswaffen-Fälle.