Forensisches Institut Zürich

FOR-UT

Unfälle/Technik

Es muss nicht immer ein Verbrechen sein

Spuren dienen nicht nur der Identifizierung der Täterschaft und der Aufklärung von Verbrechen. Der Fachbereich Unfälle/Technik klärt anhand von Spuren Unfallursachen und rekonstruiert Unfallhergänge.

Aufgabengebiete der Fachgruppen

Die Fachgruppe Unfalluntersuchungen übernimmt die spurenkundlichen Tätigkeiten bei Verkehrsunfällen, Arbeitsunfällen, Flugunfällen usw. Relevant sein können Materialübertragungen an den Sicherheitsgurten (Auto), der Beleuchtungszustand der Schweinwerfer im Moment des Unfalls oder Lackübertragungen zwischen zwei verunfallten Fahrzeugen.

Die Berechnung der Geschwindigkeit und des Bremsweges gehört zu den Standardaufgaben der Unfallanalytik. Physikalische Gesetzmässigkeiten ermöglichen es, aufgrund von detaillierten Situationsübersichten (Fotografie, Fotogrammetrie oder Scan) Unfallhergänge zu rekonstruieren und Kollisionsanalysen durchzuführen.

Stehen nach einem Brand oder Unfall elektrische Quellen oder technische Defekte im Vordergrund, wird die Fachgruppe Elektrotechnik beigezogen. Gerade bei selber gebastelten Installationen kommt es immer wieder zu Elektrounfällen mit dramatischem Ausgang.

Wenn am 1. August und an Silvester Raketen, Böller und Vulkane gezündet werden, wurden diese Produkte vorgängig durch die Fachgruppe Pyrotechnik, der die Kontrolle von pyrotechnischen Produkten für den Schweizer Markt obliegt, getestet und überprüft.

Die Fachgruppe Entwicklung ist spezialisiert auf die Entwicklung, Erprobung, Begutachtung und Evaluation von polizeilichen Einsatzmitteln und Schutzmaterialien gegen Waffenwirkungen. Sie wartet ausserdem eigene Spezialanwendungen (z.B. Roboter für Bombenentschärfungen) oder konzipiert diese, um massgeschneiderte Gerätschaften betreiben zu können.